Letzte Woche brechneten wir den Lichtbedarf und damit die Anzahl der benötigten Leuchten pro Raum. Heute beenden wir die Reihe „Beleuchtung mit Deckenspots richtig planen“ mit etwas Theorie zur idealen Platzierung von Deckenspots im Raum.
Dazu zunächst wieder zwei Richtlinien:
- Der Abstand von Deckenspot zu Wand sollt so gewählt werden, dass die Lichtkante der Leuchte bei ca 3/4 der Wandhöhe bricht. Je nach Abstrahlwinkel der Leuchte landet man hier bei Werten zwischen 30cm und 100cm.
- Der Abstand zwischen Deckenspots sollte doppelt so hoch sein wieder Abstand von Deckenspots zur Wand.
Wie berechnen wir nun also die Strecke a in Abhängigkeit zur gewünschten Lichtkante b in Höhe der Raumhöhe * 3/4? Wer hats erkannt? Satz des Pythagoras! Ja, da arbeiten die grauen Zellen! Wer es nochmal drauf anlegt, hier eine kleine Hilfe:

Alle anderen dürfen diese Formel benutzen:
[Spoiler]
a = Raumhöhe * 1/4 * tan(Abstrahlwinkel / 2)
[/Spoiler]
In unserem Fall wird die Formel mit folgenden Werten befüllt.
- Raumhöhe: 2,7
- Abstrahlwinkel: 110
Das Ergebnis: 0,96 also knapp unter 1 Meter. Der Abstand zwischen den Spots folgerichtig ca 2 Meter.
Für einen typischen Wohnraum mit 24qm ergibt sich also folgende Aufteilung:
Wandabstände überall 1m, Spotabstände 2m. 6 Spots à 830lm ergibt eine Lichtstärke von 4980 lm oder 207,5 lm pro qm. Ich empfehle hier wieder den Einsatz eines Dimmers. Alternativ können auch Leuchten mit geringere Lichtstärke verbaut werden um einen gemütliche Atmosphäre zu erzeugen. Mit 560lm Leuchten erreicht man im gleichen Raum eine Ausleuchtung von 140 lm pro qm. Ebenfalls völlig ausreichend, vorallem wenn es sich um einen Schlafraum handelt. Ein Wert von 100lm pro qm sollte aber nicht unterschritten werden.
Das wars mit der dreiteiligen Reihe zu „Deckenspots richtig planen“. Viel Spaß beim selbst planen und Kopf zerbrechen 😉


Hallo Florian, super Baublog😉 und sehr Informativ bzgl. Deckenspots .
Kannst Du mir die einfach Formel😆 für Abstände sagen, leider wird diese nicht angezeigt.
Sind gerade auch der Deckenspotplanung .
Vielen Dank.
Grüße aus Stuttgart
Michael
LikeLike
hallo Michael, die Formel kannst du mit der Maus markieren bzw auch per Smartphone dann erscheint sie 🙂
Gruß Sascha
LikeLike
Du hast im Beispiel einen „passenden“ Raum gewählt, wo es mit 1 Meter Abstand recht gut hinkommt. Wie sollte man „runden“, wenn es halt nicht so gut passt?
Ich habe einen Raum mit ~20qm (4,20 x 4,68) bei einer Deckenhöhe von 2,5m. Nun komme ich gemäß der Formel auf einen Wert von ca. 90cm – bei angenommenen Abstrahlwinkel von 110°
Wenn ich jetzt den Abstand jeweils zur Wand einhalte habe ich einen Abstand zwischen den Spots (bei 6 Stück) von mehr als 1,80m (4,20m – 2 x 90 = 240).
Wo sollte man hier ansetzen? Anderer Abstrahlwinkel und oder mehr Spots oder großzügig runden? Wenn ja wie?
Danke und Gruß
Markus
LikeLike
hallo Sascha
warum rechnest du mit 1/4 und nicht mit der höhe 3/4? der strahl soll doch bei 3/4(2,025m von der decke zum boden) brechen und nícht bei 1/4(0,675m von der decke)
LikeLike
Ich verstehe diese Rechnung nicht wo ist der Hacken ???
LikeLike
Verstehe die Rechnung auch nicht.
Abstand = 2,70 * 0,25 * tan(Abstrahlwinkel/2)
sind bei mir immer -30,xxx
TAN = Tanges einer Zahl also hier -45
Freue mich auf ein Feedback via Mail 🙂
LikeLike
Stellt den Rechner auf RAD und nicht auf DEG
LikeLike
Danke.
Für alle die Excel nutzen wollen:
= Raumhöhe * 1/4 * TAN(BOGENMASS(Abstrahlwinkel_Zahl)/2)
Also
= 2,70 * 1,4 * TAN(BOGENMASS(110)/2)
LikeLike
Hallo Sascha.
Kannst du bitte mir die Formel mitteilen, denn sie wird nicht angezeigt.
Danke
LG Claudia
LikeLike
Leider stimmt die Formel nicht.
Ich komme immer auf 1,12 von der Wand. Kann mich jemand aufklären?
LikeLike
wie bestimmt man wie viel lumen man pro Spot in welchem raum einsetzen sollte?
LikeLike
Erstmal muss ich hier mal ein paar Sachen aufklären. Warum alles im Bogenmas berechnen ? Bogenmass bezieht sich immer auf Pi. Grad im Bogenmaßumrechnen ist unnötig.
Mit dem Pythagoras berechnet man hier gar nix, da man dann mindestens 2 Seiten des rechtwinkligen Dreieck benötigt und da man nur die Raumhöhe hat fällt der weg.
Man muss alles mit dem Tangens berechnen tan(abstrahlwinkel/2)*Höhe=Abstand bzw. Radius des Abstrahlkegels zu der gewünschten Wandhöhe.
Gruß Marko
LikeLike